Weizenbaum. Rebel at Work.
Ein Film von Peter Haas und Silvia Holzinger um das Leben und Werk Joseph Weizenbaums. 80 min DVD, 2006
Ein berührendes Portrait des Menschen Joseph Weizenbaum. Wenn man sein berufliches Leben, seine Bücher und Überzeugungen kennt, ist der Film eine ganz liebevolle Hommage. Wenn man Weizenbaum noch nicht kennt, dann wird man durch "Rebel at Work" angeregt Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft zu lesen und hört dann den Autor selbst zu einem sprechen. Jeder Informatiker sollte den Film gesehen haben.
Die Deutsche DVD ist für EUR 23,40 erhältlich. ![]()
The English version is available for EUR 29,40 ![]()
The English version for USA is available for USD 42 USD ![]()
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Trailer
Zusammenfassung
Im Nikolaiviertel, in einer kleinen Wohnung mit Blick auf das Marx-Engels-Forum und den Berliner Dom lebt Joseph Weizenbaum.
Der 83-jährige ist wieder in Berlin. Zurückgekehrt? So würde er es nicht nennen. Geboren im Berlin der 20er-Jahre wächst er in der jüdischen Bürgerschicht auf. Wohnung und Kürschnerei des Vaters sind auf einer Etage, die Familie wohnt am vornehmen Gendarmenmarkt, Joseph hat sein eigenes Kindermädchen. Ein einziger Persianermantel als Startkapital und die Familie verlässt Nazi-Deutschland für immer. An Bord des Schnelldampfers Bremen geht es 1936 nach New York, dann weiter nach Detroit, Michigan. Für den damals 13-jährigen Joseph ein abenteuerlicher Ausflug, für die Eltern eine einzige Überforderung.
Ein Computer wird an der Universität gebraucht, also wird er gebaut, Joseph ist im Team. Er geht nach Kalifornien, als im Silicon Valley noch Obstbäume stehen. Es ist die Frühzeit des Computers: Noch gibt es keine Handbücher, man lötet, schraubt, macht Fehler und probiert von Neuem, jeder kennt jeden. Im Kalten Krieg spielt Geld keine Rolle. Mit jeder neuen Bedrohung müssen die Computer schneller werden. Für Joseph eine herrliche Zeit und der Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere in den USA. Er wird Professor auf Lebenszeit am elitären Massachusetts Institute of Technology, dem MIT, als die Informatik gerade entsteht. Doch Joseph ist ein Rebell: In seinem Buch "COMPUTER POWER AND HUMAN REASON" greift er die eigenen Fachkollegen scharf an und kritisiert deren Allmachtsphantasien, den Militarismus und die vorherrschende Wissenschaftsgläubigkeit.
Zum Dissidenten geworden, entscheidet er sich Anfang der Neunziger für die erneute Emigration. Seither füllt er mit seinen Gastvorträgen mühelos die Hörsäle: Er ist eine moralische Instanz, ein un-akademischer Mahner, ein origineller wie eindringlicher Kulturpessimist. Seine uneitlen Vorträge sind kleine Happenings, der Mann mit dem Schnauzbart und langem Haar wird beinahe zur Kultfigur. Nicht zuletzt, weil er so einfach über Computer sprechen kann, dass ihn jeder versteht.
Berlin. Ein verschmitzter Geschichtenerzähler fügt unzählige Anekdoten, Erinnerungen und Einfälle zusammen zu einem Gemälde, das er sein Leben nennt. (Klappentext)
Öffentliche Vorführungen
- 22. März 2007: Hamburg-Premiere
Wolfgang von Kempelen Preis 2007
Peter Haas und Sylvia Holzinger sind die Preisträger des Wolfgang von Kempelen-Preises für Informatikgeschichte 2007 in der Kategorie Kunst.Siehe auch
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Es gibt Inseln der Vernunft auf dieser Erde, Detlef Borchers, ct 3/2003 |
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Wir werden Bediener, ZDFmediathek März 2005 |
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Computer machen alles langsamer, Hamburger Abendblatt, Feb. 2006 |
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Das Gefühl kann man unmöglich programmieren, Computer Zeitung 23. Okt. 2006 |
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Militär treibt massiv den IT-Fortschritt an, Computer Zeitung 30. Okt. 2006 |
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Im Gespräch: Joseph Weizenbaum über Free Software und Open Source. In Open Source Jahrbuch 2006, S. 467ff. |
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Joseph Weizenbaum: Vergessen Sie Google, Golem 7. Feb. 2007 |
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Der Mensch ist keine Maschine – Interview von Petra Schellen mit Joseph Weizenbaum, taz 22.3.07 |
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Joe Weizenbaum auf der MEDICHI 2007 über "Social and political impact of the long term history of computing", medichi fotos, Klagenfurt Campus TV |
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An was ich glaube (veröffentlich unter dem Titel Wir gegen die Gier). Süddeutsche 8.1.2008 |
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