Der Begriff der User Experience hat sich nach seiner erstmaligen Verwendung bei Apple Computer gegen Anfang der 1990er Jahre in unserer Disziplin etabliert. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass derzeit weitere Begriffe das Nutzererlebnis des Anwenders zu beschreiben suchen, wie zum Beispiel Customer Experience, Community Experience, Brand Experience bis hin zu Tchibos Slogan, „Jede Woche eine neue Welt“ / „A new experience every week“.
Was sind die gemeinsamen Elemente all dieser Bindestrich-Erlebniswelten? Passt die ISO Definition der User Experience auf diese Szenarien? Oder welche Ideen lassen sich aus den Gestaltungsbereichen des Marketings oder der Event-Kultur für die Gestaltung von Systemen und Services übertragen?
Matthias Müller-Prove (Dipl.-Inform.) ist User Experience Principal und Software Development Senior Manager bei Oracle im Bereich Desktop Virtualisierung. Für seine Diplomarbeit „Vision and Reality of Hypertext and Graphical User Interfaces“ (Report FBI-HH-B-237/02) erhiehlt er 2005 den Wolfgang-Von-Kempelen Preis für Informatikgeschichte. Matthias ist Senior Member der ACM und koordiniert unter uxHH.de die Hamburger User Experience Szene.
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Literatur und à propos
- Peter Brook: Der Leere Raum. Theorie des Theaters, 1968
- Brenda Laurel: Computer as Theatre, 1991/1993
- Ted Nelson at ACM Hypertext 2001 – „Software is a branch of movie making.“
- Don Norman: Emotional Design, 2003
- Piet Vroon: Drei Hirne im Kopf – Warum wir nicht können, wie wir wollen. Zürich. 1993
- Bear – Daniel Scheibel
- Run Motherfucker Run. Ars Electronica 2005
- Cedric Ebener: Raum als Interface, Mediale 2013
Errata
Es stimmt nicht, dass Don Norman bereits im Team von John von Neumann an der ENIAC mit gearbeitet hat. Die Geschichte war leider zu gut um wahr zu sein.
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